Großblütige Königskerze
Verbascum densiflorum
Die goldene Hüterin der Atemwege
Am Wegesrand, auf sonnigen Trockenwiesen oder an naturbelassenen Böschungen fällt sie sofort ins Auge: Die Großblütige Königskerze (Verbascum densiflorum) erhebt ihren kerzengeraden Blütenstand oft bis zu zwei Meter hoch in den Himmel. Von Juni bis September schmücken ihre leuchtend goldgelben Blüten die Landschaft und bieten zahlreichen Insekten eine wertvolle Nahrungsquelle.
Die zweijährige Pflanze gehört zur Familie der Braunwurzgewächse und bevorzugt sonnige, trockene Standorte mit lockeren, gut durchlässigen Böden. Im ersten Jahr bildet sie lediglich eine bodennahe Blattrosette aus, bevor sie im zweiten Jahr ihren beeindruckenden Blütenstand entwickelt.
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Die Königskerze trägt viele Volksnamen wie
Marienkerze, Johanniskerze, Himmelbrand oder Fackelkraut.
Früher glaubte man, dass eine an der Haustür befestigte Königskerze Haus und Hof vor negativen Einflüssen schützen könne. Ihre imposante Erscheinung machte sie vielerorts zu einer Symbolpflanze für Licht, Schutz und Kraft
Volksnamen
Auch bekannt als …
Die Königskerze wirkt traditionell
hustenreizlindernde
schleimlösende
auswurffördernde
Seit Jahrhunderten wird sie in der Volksheilkunde geschätzt. Ihre Blüten enthalten unter anderem Schleimstoffe, Flavonoide, Saponine und ätherische Öle.
Besonders bei
Erkältungen
Heiserkeit
trockenem Reizhusten und
Verschleimungen der Atemwege
werden die Blüten gerne als Tee verwendet. Die enthaltenen Schleimstoffe können die gereizten Schleimhäute beruhigen und das Abhusten erleichtern.
So erkenne ich ihn
Die Großblütige Königskerze (Verbascum densiflorum) erhebt ihren kerzengeraden Blütenstand oft bis zu zwei Meter hoch in den Himmel. Von Juni bis September schmücken ihre leuchtend goldgelben Blüten die Landschaft und bieten zahlreichen Insekten eine wertvolle Nahrungsquelle.
Verwendung der Blüten
Für die Teezubereitung werden ausschließlich die gelben Blüten ohne Kelch verwendet. Nach dem Aufguss sollte der Tee möglichst durch ein feines Sieb oder einen Filter gegossen werden, um die feinen Pflanzenhärchen zurückzuhalten. Auch Ölauszüge und Tinkturen aus den Blüten sind traditionelle Anwendungsformen.
Wissenswert
Die Blüten sollten möglichst mit einer Holzzange, Pinzette oder mit Handschuhen gesammelt werden, da sie sehr empfindlich sind und leicht Feuchtigkeit aufnehmen. Zum Trocknen werden die Blüten locker ausgelegt und an einem luftigen Ort schonend getrocknet. Sobald sie vollständig trocken sind, sollten sie in einem gut verschlossenen Schraubglas aufbewahrt werden, um ihre Qualität und Wirkstoffe bestmöglich zu erhalten.
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